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Ein allzu kurzes Leben

Das Leben ist ein Geschenk

 

für wie lange, das weiß zum Glück niemand

 

Wie lange dauert ein Leben?

Manch einem Menschen dauert es viel zu lange, weil das Leben ihm so schwer geworden ist, dass er es am liebsten aufgeben würde. Ein anderer Mensch hat so viele Wünsche und Pläne, dass die Jahre des Lebens nur so verfliegen und am Ende nicht zu reichen scheinen.

Ganz anders dieses junge Leben hier. Es gab keine Zeit, um die schwere des Lebens zu lange zu erdulden. Es gab keine Zeit, um überhaupt zu entdecken, was alles möglich gewesen wäre. Hier frage ich mich schon, warum einem Wesen ein Leben zum Geschenk gemacht wird, nur um es ihm kurz danach wieder zu nehmen? Andere wiederum leben und leben und sie richten dabei nichts als Unheil an in unserer Welt!

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Ein kleiner Vogel, gut umsorgt

Unsere kleine Blaumeise hier, von einem Mädchen liebevoll Olaf genannt, durfte nur wenige Tage alt werden. Zuerst haben die Eltern die viele Mühen mit dem Nestbau und dem Brüten der Eier. Dann arbeitet sich ein kleiner Vogel mühsam durch die Eierschale ans Licht der Welt. Er wird gut gefüttert, gehegt und gepflegt.

Nicht den Tod sollte man fürchten,

sondern dass man nie beginnen wird, zu leben!

Marcus Aurelius

Eines Tages dann fällt er einfach aus dem sorgsam hergestellten Nest. Er kann noch nicht fliegen, ist noch nicht bereit für die große Selbständigkeit. Doch scheinbar hat er Glück im Unglück. Er wird nicht von einer Katze oder einem anderen Raubtier auf dem Boden entdeckt, sondern von einem Menschen mit einem Herz für Tiere.

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Eine helfende Hand

Dieser Mensch nimmt den winzigen Vogel ganz vorsichtig auf und setzt ihn an einen Platz, an welchem er von Katzen nicht sofort erkannt werden kann. Der kleine Vogel ist ganz ruhig, schaut verdutzt in die Welt und umgreift fest das Stückchen Holz, welches ihm als Sitzplatz angeboten wird. Schon vor Jahren hat dem Menschen der Naturschutzbund versichert, dass ein kleiner Vogel durchaus aufgenommen werden darf, da Vögel nicht über solch gute Geruchsorgane verfügen und das Kleine Vögelchen trotzdem wieder annehmen.

 

Die Frage ist nicht, ob es ein Leben nach dem Tod gibt.

Die Frage ist, ob du vor dem Tod lebendig bist.

Osho

Die Frau lässt den winzigen Kerl nach einer Weile an seinem Platz zurück, um ihn aus der Entfernung zu beobachten und um den Eltern Gelegenheit zu geben, ihn zu finden und zu füttern. Leider ist er ganz munter und möchte nicht an seinem zugewiesenen Platz verweilen – fliegen allerdings, das kann er nicht. Es dauert nicht lange und schwups ist er von seinem Sitzplatz gefallen und wieder in einer gefährlichen Position.

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Ein Nest entsteht

Da entsteht die Idee, ihm eine Art Nest zu bauen, aus welchem er nicht heraus kann. Die Idee wird sofort in die Tat umgesetzt und der kleine Vogel bekommt einen kleinen Weidenkorb mit Nestfüllung. Groß genug, um dem umtriebigen Vogelkind das Davonhüpfen unmöglich zu machen. Der Korb wird in einen Baum gehängt, um wiederum den Eltern den Besuch zu ermöglichen. Leider erregt sein fleißiges Piepen nicht die Aufmerksamkeit irgendwelcher erwachsenen Blaumeisen.

Auf der Futtersuche

Daher übernimmt die Frau nach einiger Zeit die Fütterung und organisiert Insekten, wie Fliegen und Blattläuse sowie sehr kleine Würmchen. Er frisst ein wenig und pausiert dann. Die Frau macht sich schlau und liest über das Verabreichen einer Traubenzuckerlösung. Wunderbare Idee, die sofort in die Tat umgesetzt wird. Nun bekommt er zusätzlich von der Frau tröpfchenweise Traubenzuckerlösung in das kleine Schnäbelchen getropft. Die Frau ist zufrieden und der kleine Wicht sitzt bequem auf ihrem Finger und pfeift ein wenig vor sich hin. Als die Frau den Eindruck hat, er könnte satt sein, darf er wieder ins Nest und ein Tuch vermittelt ihm ein wenig Dunkelheit, die den Schlaf ermöglichen soll.

Während er dahin dämmert, begibt sich die Frau auf die Suche nach Blattläusen im Garten – aber wie es das Schicksal so will, ausgerechnet in diesem Jahr gibt es fast nirgends Blattläuse zu finden. Währenddessen hat sich ihr Mann auch schlau gemacht und vorgeschlagen, Heuschrecken aus der Tierhandlung zu holen. Er muss sich sputen, denn es ist kurz vor 20.00 Uhr.

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Es hat nicht sollen sein!

Leider ist es unserem Vögelein nicht vergönnt, ein längeres Leben zu führen und zu genießen. Als die Frau etwas später nach ihm schaut, kämpft es beits um sein Leben. Es geht nicht lange, innerhalb von Sekunden verstirbt es und das Schicksal hat wieder einmal ein unschuldiges kleines Leben ausgehaucht. Schlafe wohl, kleiner Vogel …

 

Ich war da, ich mußte geh’n.
Ich machte keine Spuren.
Aber der Wind hat mein Lied gehört.

Indianische Weisheit

 

DIESE

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Diese letzten Aufnahmen hat mein Nachbar mit dem Handy gemacht …. vielen Dank dafür!

 

Ein trauriger Gruß erreicht euch von

MarionNette

 


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17 Kommentare auf "Ein allzu kurzes Leben"

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