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Flaues Gefühl bei der Bärenklau Studie

es überfällt mich aus der grünen Wildnis heraus.

 

Eines schönen Nachmittags, bin ich einmal mehr mit meinen beiden Fellnasen in Feld, Wald und Flur unterwegs. Wie es mir eigen ist, immer die Augen auf Pflanzen und mögliches Getier gerichtet. Die Gräser kitzeln mich an den Schienbeinen und der eine oder andere kleine Falter fliegt erschrocken auf und davon. Hach was für ein herrlicher Tag, um in den Wiesen umher zu spazieren!

 

www.licht-trifft-schatten.de Bärenklau
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Der Bärenklau

Eine schöne und auch recht üppige Wiesen-Bärenklau-Pflanze (Heracleum sphondylium) erregt meine Aufmerksamkeit. An ihr kann man momentan die frischen Blüten,  alle Phasen des Verblühens sowie die Samenstände erkennen. Ein schönes Motiv, geht es mir durch den Kopf und sogleich zücke ich die Kamera.

 

0 www.licht-trifft-schatten.de Bärenklau
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Ist da jemand?

Voll konzentriert, mal von unten, mal von oben fotografierend, kann mich kaum etwas anderes ablenken. Dennoch, habe ich ein ungutes Gefühl. Hinter mir ist ein Maisfeld, das kann ich hören, denn eine meiner Hündinnen liebt es, durch Maisfelder zu sprinten und dieses Geräusch ist mir äußerst vertraut. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass mich etwas oder jemand beobachtet.

 

www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Bärenklau
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Diesen Gedanken abschüttelnd, der Hund wird mich sicherlich beschützen, arbeite ich weiter an meiner Bärenklau-Studie. Diese Pflanze hat meiner Ansicht nach so viel Schönes zu bieten, ich kann einfach nicht an mich halten! Gerne hätte ich sie auch im Garten, aber dort würden sie sich wohl doch zu sehr ausbreiten.

 

a www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Bärenklau
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Niemand zu sehen …

Dennoch drehe ich mich um, nur um zu schauen, ob vielleicht irgendjemand in meiner Nähe ist und mich beobachtet. Man kann ja nie wissen. Aber dem ist nicht so und so mache ich weiter, es ist ja auch offensichtlich keiner in meiner unmittelbaren Nähe.

 

www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Bärenklau Samenstand
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Im Banne der Bärenklau – Pflanze

Immer wieder bin ich gebannt, von den interessanten Einblicken, welche mir diese, fast einen Meter große, Pflanze bietet. Wie schön man die verschiedenen Phasen des Verblühens erkennen kann und wie sehr sich die Optik der jeweiligen Dolden dabei verändert,  einfach faszinierend.

 

www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler
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Das ungute Gefühl rückt näher

Ein kleiner Windhauch, ein kurzes Knacken und schon bin ich wieder dabei, meinem unguten Gefühl Platz zu verschaffen. Es durchdringt mich, nach und nach macht mir das Fotografieren gar keine richtige Freude mehr. Hier um mich herum ist weit und breit kein einziger (sichtbarer) Mensch. Was wenn hier nun doch jemand einsamen Personen auflauert und dies tut er im Verborgenen? Immer wieder hört man ja von irgendwelchen Vorfällen …

 

 

www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler
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Abweichung von der Regel

Ich sage zwar immer: „Wer mich Nachts holt, der bringt mich spätestens am nächsten Vormittag wieder zurück!“ Aber was passiert wohl, wenn mich einer am Nachmittag holen würde? Könnte man diese Regel dann in abgewandelter Form auch anwenden? Ja solche Gedanken hat man schon mal in einem bangen Moment!

 

www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Bärenklau
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www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Schnecke
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Habe ich Dich?

Jetzt habe ich etwas entdeckt! Ob es wohl diese Schnecke war, die mir die ganze Zeit ein solches Unwohlsein vermittelt hat. Das wäre ja nun wirklich lächerlich …. eine Schnecke …. Da müsste man sie ja künftig Schrecke nennen! Nein, dieses kleine Schleimerchen hat mir bestimmt keine Angst eingejagt!

 

 

Ein Schreck-Gespenst in Grün schaut aus dem Bärenklau

Ich begebe mich wieder auf Kniehöhe und während ich noch über die Schnecke schmunzle, schaue ich direkt in zwei Augen. Grüne Augen, die mich fragend und skeptisch anschauen. Ach du meine Güte, was ist das für ein riesiges grünes etwas? Sagte ich gerade etwas aus Spaß von einer Schrecke? Ja eine Heuschrecke, besser gesagt, meine spontane Vermutung fällt auf ein Heupferdchen. Es sitzt mir da Aug in Auge gegenüber. Jetzt habe ich den heimlichen Beobachter endlich gefunden, da bin ich mir ganz sicher!

 

www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Heupferdchen
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Die hohe Kunst der Tarnung

Es war wirklich sehr gut getarnt! Kein Wunder, dass ich mich zwar beobachtet fühlte, jedoch niemanden und nichts gesehen habe! Die Vorstellung, es wäre mir auf die Nase gehüpft, lässt mich kurz erschaudern. Doch dann bin ich nur noch neugierig und eins mit meiner Kamera!

 

i www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Heupferdchen
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Was heißt hier einer …. viele!

Als ich mich etwas in der Umgebung umschaue, erkenne ich recht viele verschiedene Schrecken in Stauden und auf Gräsern sitzen. Die Namen konnte ich bis dato noch nicht in Erfahrung bringen, vielleicht gelingt mir dies jedoch über die Seite des Naturguckers, dort schauen sich solche Bilder viele Spezialisten an.

 

 

www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Heuschrecke
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Vielfältige Modelle im Umlauf

Recht unterschiedlich sind sie in ihrer Farbgebung und  Größe. Das Heupferdchen ist wahrlich ein Riese zwischen diesen doch etwas niedlicheren anderen Schrecken-Arten.

Dieses Modell ist in meinen Menschenaugen eine Schreck-Madame. Sie hält sich doch an ihrer Pflanze fest, als wäre sie ein teurer Blumenstrauß aus den Händen eines Verehrers!

 

 

www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Heuschrecke
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Dieser hüpfende Kerl ist eindeutig männlich! Er trägt den trendy Bundeswehrlook in der aktuellen Wüstenfarbe und ganz auf Figur geschnitten. Zwecks Tarnung wäre jedoch eine etwas andere Umgebungsfarbe angebracht gewesen!

www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Heuschrecke getarnt
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Er scheint ein echter SpringInsFeld zu sein. Dieses Bild verdeutlicht doch schon sehr, wie gut die Tarnung bei der richtigen Umgebung funktionieren kann.

 

www.licht-trifft-schatten.de Doldenblütler Heuschrecke getarnt
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So hüpfen sie weiterhin zu hunderten oder tausenden durch die örtlichen Wiesen, Wälder und Felder, aber beobachtet fühlen, das tue ich mich in Zukunft von diesen Burschen nicht mehr. Das wäre ja noch schöner.

 

 

Fühlt euch wohl in eurer Haut und genießt den Sonntag!

Dies wünscht MarionNette

 

Palaica wollte in dieser Woche Wildnis für die 12 Magischen Mottos, das Gartenglück sucht unser Gartenglück und Color of Hope sucht die Farbe Grün. Ich denke, diesen drei Wünschen kann ich mit meinem heutigen Post direkt nachkommen.

 

 


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32 Kommentare auf "Flaues Gefühl bei der Bärenklau Studie"

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Paleica
Gast

puh, kurz war ich in sorge, was da noch kommen würde, aber mit dieser schrecke kann man ja leben 😉 wie schön, dass du soviele verschiedene gefunden hast. ich hatte unlängst auch ein total süßes erlebnis mit einem grashüpfer, seitdem sind sie mir wieder noch eine ecke sympathischer geworden, die quirligen flips.

Kaeferchen
Gast

wow , da hst du aber glück gehabt …… Heuschrecken habe ich bisher eher selten zu Gesicht bzw. vor die Cam bekommen – und dann immer nur einzeln

lg gabi

Jana
Gast

Wow! Du machst ja eindrückliche Fotos! Ich bin ganz verzaubert… Im Stillen hatte ich damit gerechnet, dass da gleich eine Bache mit ihren Frischlingen auftaucht…
Vielen Dank und
herzliche Grüße
Jana

mano
Gast

wunderschöne bilder – besonders das heupferd in nahaufnahme ist dir fantastisch gelungen! ich habe mich einmal sehr erschrocken, als so ein großes tier im 1. stock auf meinem arbeitstisch saß. ich habe bis heute keine ahnung, wie es dort hingekommen ist. glücklicherweise konnten wir es einfangen und wieder in die freiheit entlassen.
liebe grüße
mano

Hilda
Gast

Oh, was für ein wunderbarer Post. Nicht nur die Fotos sind ein Traum – auch deine Art zu erzählen. So spannend, so fesselnd – und mit so viel Wortwitz. Das Buch, das ich gerade lese ist nicht so spannend, wie deine Geschichte, liebe Marion!
Danke für diese herrlichen Bilder (obwohl mich vor Heuschrecken und -pferdchen immer ein wenig gruselt) und vor allem Danke für die wunderbaren Worte dazu.

Liebe Grüße
Hilda

Rosi
Gast

ohhhhhhh hihi
jetzt habe ich doch einmal herzhaft gelacht
eine tolle Geschichte mit leichter Gänsehaut ..
und wunderschöne Fotos

liebe Grüße
Rosi

Mascha
Gast

Ganz tolle Fotos! Und so viele Schrecken und Hüpfer habee ich noch nie an einem Tag gesehn! So in der Vergröszerung können sie schon recht furchteinflöszend wirken…
Danke fürs Mitmachen, ich hinke mal wieder hinterher, der Sommer ist Drauszen-Zeit…
Liebe Grüsze aus dem Harz
Mascha

Karen Heyer
Gast

Herrlich spannende Geschichte, Marion! Begleitet von perfekten Fotos und vielen verschiedenen Beobachtern 🙂
Liebe Grüße
Karen

Traudi Gartendrossel
Gast

wow!! ich genieße Deine tollen Fotos, liebe Marion und mit Deinen spannenden Worte hast Du so gut erzählt, mir war, als wäre ich dabei gewesen ;-)))

Liebe Drosselgartengrüße schickt Dir Traudi

Mersad
Gast

Einige Tierchen tarnen sich ja ganz gut da. Wunderbare Makro aufnahmen. Danke fürs teilen beim „Through My Lens“

Birgitt
Gast

…sehr schöne Makros, liebe Marion,
hast du da aus der Wiese mitgebracht…und dein mulmiges Gefühl hoffentlich jetzt wieder verloren?

liebe Grüße Birgitt

Pia
Gast

Fantastisch was dir da vor die Linse gekommen ist.
L G Pia

Wolfgang Nießen
Gast

Liebe Marion,
die Bilder sind einfach wundervoll, ich kann es nicht anders sagen. Ich bin beeindruckt, besonders von den Heuschrecken, jetzt weiß ich auch warum der zweite Teil des Namens so heißt, ein Schrecken eben.
Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntagabend.

Viele liebe Grüße
Wolfgang

jahreszeitenbriefe
Gast

Wie schön…., und wie gut, dass du dich nicht hast wegscheuchen lassen von deinem flauen Gefühl. Lieben Gruß Ghislana

Rea
Gast

Hallo Marion,

na welch ein Glück, dass es nur diese niedlichen Tierchen waren, die dich beobachtet hatten… Da kann einem aber auch wirklich unwohl werden, gerade mit Maisfeld im Rücken. Ist dies doch wahrlich ein guter Platz zum Verstecken. *schüttel*

Einen schönen Tag,

Rea

Edith
Gast
Das war schon fast so spannend wie ein Krimi, liebe Marion, ja, so etwas passiert bei Menschen mit viel Phantasie. Nun kannst Du mich vielleicht verstehen, dass ich Allein-Spaziergänge durch unser Bagno (Wald, Park) überhaupt nicht richtig genießen kann, weil ich immer ängstlich um mich schaue, ob mir jemand hinterrücks eine Schlinge um den Hals legen will… Und ich bin auch ohne Hund. Wenn ich mit meinem Enkel (noch 5) unterwegs bin, habe ich keine Angst. – Also, Deine Fotos sind wieder mal wunderschön, eins schöner als das andere. Und es ist erstaunlich, was Dir alles vor die Kamera gehüpft… Read more »
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