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Der „schwabian summer“ treibt es bunt im Garten

Buntes Laub und warmes Licht sind dabei die Protagonisten

 

Indian summer auf schwäbisch

Der Schwabe ist ja etwas sparsam (böse Zungen behaupten gar, er wäre geizig). Aber mein Garten, welcher ja auch ein schwäbischer ist, ist nun meines Erachtens überhaupt nicht geizig.  Besonders, was die bunten Farben angeht, ist er recht freigiebig derzeit, finde ich.  Aber macht euch doch selbst ein Bild: „Herzlich willkommen in meinem „schwabian summer“.“

 

Sonnenhut, Echinacea,  Knöterich, Fuchsschwanz www.licht-trifft-schatten.de
Sonnenhut, Echinacea, Knöterich, Fuchsschwanz www.licht-trifft-schatten.de

 

Das Schmetterlingsbeet im Herbstlook

Im oberen Gartenteil, speziell im Schmetterlingsbeet,  befinden sich noch die Sonnenhüte (Echinacea) sowie der Knöterich (Polygonum) und der Fuchsschwanz (Amaranthus) im Farbenrausch. Alles sieht etwas morbider aus, als noch vor Wochen, aber dennoch immer noch recht bunt und ansprechend. Dies finden auch die Insekten, welche noch munter in diesem Beet auf Gourmet-Flug sind.

 

Schmetterlingsbeet, Sonnenhut, Knöterich, www.licht-trifft-schatten.de
Schmetterlingsbeet, Sonnenhut, Knöterich, www.licht-trifft-schatten.de

 

Wüchsiger Knöterich

Vor allem der leidenschaftlich wachsende Knöterich ist ein wahrer Insektenmagnet und ist dabei auch noch so pflegeleicht, ich möchte ihn wirklich nicht missen. Meine Mutter schimpft ihn „Unkraut“, aber ich finde, wenn er die gesetzten Grenzen übertritt, reißt man ihn leichter Hand aus und schon ist wieder Friede im Beet. Zur Vermeidung der Selbstaussaat, wird er nach der Blüte eingekürzt.

 

Argentinisches Eisenkraut, verbena bonariensis www.licht-trifft-schatten.de
Argentinisches Eisenkraut, verbena bonariensis www.licht-trifft-schatten.de

 

Das hohe Eisenkraut (verbena bonariensis)

oder auch argentinisches Eisenkraut, ist bei mir überall im Garten unterwegs und erfreut so auch im ganzen Garten Schwärme von Insekten. Es versamt sich allzu gerne selbst und ist somit ein kleiner Gartenvagabund, der gerne neue Gefilde erobert. Besonders gut gefällt mir an ihm, dass er über den Dingen zu schweben scheint und trotz allem nicht von oben herab daher kommt. Auch diese Pflanze hat einen Platz auf Lebenszeit in meinem Garten.

 

Gras und Argentinisches Eisenkraut, verbene bonariensis www.licht-trifft-schatten.de
Gras und Argentinisches Eisenkraut, verbene bonariensis www.licht-trifft-schatten.de

 

Immer wieder neue Vergesellschaftungen

Zusammen mit den Gräsern ergeben sich herrliche Kombinationen, die sich leicht im herbstlichen Wind wiegen und so für etwas Bewegung im Garten sorgen. Ich bin gespannt, welche neuen Freundschaften das Eisenkraut noch eingehen wird, ich habe es erst seit drei Jahren, es beginnt somit erst, sich den Garten untertan zu machen!

 

Hakonechloa, japanisches Berggras  www.licht-trifft-schatten.de
Hakonechloa, japanisches Berggras www.licht-trifft-schatten.de

 

Die Badewanne im Garten

Die Pflanzen in der Gartenbadewanne sind mittlerweile in ihren letzten Zügen und warten darauf vom monatelangen Bad befreit und im Gartenhaus über den Winter zwischengelagert zu werden. Das kann ich wirklich nachvollziehen, wer möchte schon im Winter in der Badewanne draußen sein und das auch noch im kalten Wasser ohne Schaumbad?

 

Weiße Rosen  www.licht-trifft-schatten.de
Weiße Rosen www.licht-trifft-schatten.de

Bunt treiben es auch die Rosen

Die Rosen (oben, die weiße Fairy in hohlem Baumstamm als Hängerose) haben nochmals die Röcke gerafft und ihre besten Mienen für einen herbstlichen Auftritt aufgesetzt. Nicht alle, aber einige von ihnen, übertreffen sogar ihre Frühlingsblüte. Damit sie keine kalten Füße bekommen, häufle ich im Herbst immer etwas Erde an die Rosen, etwas Reisig lehne ich an die Stängel. Damit müssten sie gut über den Winter kommen. Gekürzt wird nicht mehr, das sorgt für mehr Spielraum für die nagenden Zähne des Väterchens Frost. Was nach seiner Mahlzeit übrig ist, wird im Frühling ordnungsgemäß zurechtgeschnitten.

 

Rosa Rosen  www.licht-trifft-schatten.de
Rosa Rosen www.licht-trifft-schatten.de
Herbstcollage www.licht-trifft-schatten.de
Herbstcollage www.licht-trifft-schatten.de

 

Der untere Gartenteil

Der obere Garten ist an manchen Ecken noch fast in Sommerstimmung, während im unteren Gartenteil, direkt vor unserer Terrasse nun bunt der Herbst Einzug gehalten hat. Vor allem der Wilde Wein im alten Apfelbaum trägt bereits seinen intensiv strahlenden Herbstlook und zieht damit alle Blick auf sich. Noch Grün sind die Blätter der Clematis und der Ramblerrose.

 

Wilder Wein im Baum www.licht-trifft-schatten.de
Wilder Wein im Baum www.licht-trifft-schatten.de
Herbstgarten,  Wilder Wein im Baum www.licht-trifft-schatten.de
Herbstgarten, Wilder Wein im Baum www.licht-trifft-schatten.de

 

 

Das Wildeste im Garten ist der Wein

Der Wilde Wein zieht seine roten Blätter in strahlenden Bändern über den Baum und ernennt sich so im Oktober selbst zum Hauptdarsteller in meinem Garten. Die Tür der Mauer passt sich seiner Farbvorgabe an, wird jedoch nicht von Sonnenstrahlen erfasst und lebt daher ihr Schattendasein einen Monat länger weiter.

 

Sichtschutzmauer, Herbstgarten www.licht-trifft-schatten.de
Sichtschutzmauer, Herbstgarten www.licht-trifft-schatten.de

 

Die neue Gartenmauer

Unsere noch neue Holz-Mauer ist schon recht gut akzeptiert und die Rose Ghislaine de Féligonde nimmt sie sogar richtiggehend in Beschlag. Die normalerweise blühfreudige Rose hat momentan nur einige wenige Knospen und benötigt sehr lange, für die zweite Blüte in diesem Jahr. Auf der Mauer-Rückseite habe ich noch keine nennenswerte Bepflanzung angelegt. Dies überdenke und plane ich im Winter, da die Standortbedingungen als extrem trocken und sonnig bezeichnet werden können; meiner Hündin Candy gefällt es!

 

Funkien im Herbst www.licht-trifft-schatten.de
Funkien im Herbst www.licht-trifft-schatten.de

 

Was der Schatten hervorbringt

Das Schattenbeet beginnt nur recht zögerlich, sich herbstlich bunt zu bemalen. Aber ich bin mir sicher, in ein zwei Wochen wird auch dieses Beet sich der allgemeinen Herbststimmung angepasst haben. Bis dahin genieße ich noch das beruhigende Grün und Weiß in diesem Gartenteil. Der Anblick dieses Beetes ist für mich wie eine kleine Meditation, es beruhigt meine Sinne und erfrischt mein Gemüt. Neu hierher kam der Brunnen, dieser wird nächstes Jahr sicher emsig Wasser spucken!

 

Schatten-Garten, Funkien im Herbst, www.licht-trifft-schatten.de
Schatten-Garten, Funkien im Herbst, www.licht-trifft-schatten.de
Astern im Beet www.licht-trifft-schatten.de
Astern im Beet www.licht-trifft-schatten.de

 

Das Dreifarben-Beet

Mein blau-gelb-weißes Beet ist dieses Jahr auch von Rosa und Bordeaux-Tönen durchzogen. Die Hortensie zeigt ihr wahres, rosafarbenes Gesicht, da ich ihr den Blau-Dünger vergessen habe, zu geben. Die Rache folgt somit in der Blüte. So durfte dann auch der Fuchsschwanz in zweifacher Ausführung bleiben. Die Vögel haben ihn hierher getragen, ihr Wunsch war mir Befehl! Die eigenen Farbregeln so radikal zu brechen ist auch nicht sonderlich mutig – schließlich bin im Garten ja ich der Chef!

 

Astern und Eisenhut im Beet www.licht-trifft-schatten.de
Astern und Eisenhut im Beet www.licht-trifft-schatten.de
Kürbis und Heuchera www.licht-trifft-schatten.de
Kürbis und Heuchera www.licht-trifft-schatten.de

 

Ein bunter Empfang für gutgelaunte Besucher

Vor der Haustüre habe ich es in diesem Herbst mit verschiedenen Heuchera bunt krachen lassen – mir war danach. Anders als der Kürbis sollen sie nächstes Jahr natürlich bleiben und dauerhaft für gute Laune bei den Besuchern sorgen. Des Kontrasts wegen habe ich beim Kürbis dann eine graue Variante ausgesucht, so kommt er auch wieder gut zur Geltung.

 

Herbstlaub und rote Zieräpfel www.licht-trifft-schatten.de
Herbstlaub und rote Zieräpfel www.licht-trifft-schatten.de

Die Treppen hinab so gehen wir nun

Von der Treppe aus empfängt unsere Besucher derzeit dieser Anblick. Auch ein Feuerwerk, welches allerdings nicht extra von mir inszeniert wurde, sondern über die Jahre so entstanden ist. Ihr merkt es wohl, langsam geleite ich euch rückwärts aus meinem Garten und verabschiede euch nun, kurz bevor ihr auf dem Hof steht. Gerne dürft ihr euch eine Hand voll Äpfelchen nehmen! Schön war es, euch zu Gast gehabt zu haben.

Ich verabschiede mich mit bunten Herbstgrüßen

 

MarionNette

 

 

 

 

 


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22 Kommentare auf "Der „schwabian summer“ treibt es bunt im Garten"

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Hilda
Gast

Traumhaft schön ist dein schwabian Summer, liebe Marion, hier blüht es ja noch sehr üppig bei dir.
Die Verbena bonariensis liebe ich auch sehr und lasse ihr völlig freie Hand bei der Mitgestaltung meines Gartens. Ich bitte mir nur aus, dass sie auch imer brav zwischen meinen Gräserhorsten blüht, um für ein bisschen Farben zwischen all dem Grün zu sorgen.
Ich gehe jetzt nochmal eine Runde durch deinen Garten und hol mir einen Portion Herbstzauber ab.

Liebe Grüße und eine schöne Woche noch!

Hilda

Sigrun
Gast

Schön wildromantisch herbstlich ist es bei dir. Und ja, die Schwaben sind sparsam, ich kenne einige und sie sind alle so. Dein Garten ist es nicht, in der Tat.

Sigrun

kleiner-staudengarten
Gast

Liebe Marion,
wie herrlich deine Impressionen vom „schwabian summer“ in deinem Garten!!! Ich dreh noch einmal eine Runde und genieße den farbenintensiven Herbst.
Lieben Gruß, Marita

Frau Pratolina
Gast

Liebe Marion,
Ich liebe diese Zeit. Diese wunderbaren Farben. Und Deine Bilder zeigen das wieder einmal so schön. Dein Garten ist wirklich traumhaft!
Liebe Grüße
Steffi

Edith
Gast

Danke, liebe Marion, für die bunten Herbstgrüße aus Deinem Garten. Es war mir eine Freude.
Einen schönen Rest-Sonntag und eine gute neue Woche wünscht Edith

Pia
Gast

Ja jetzt lohnt es sich die Kamera mitzunehmen, Licht, Farben und Geruch sind jetzt am intensivsten.
Wie man an deinen schönen Bildern sehen kann.
L G Pia

Flögi
Gast

So viele unterschiedliche Schönheiten hast du gefunden. Ich hätte jetzt das Wochenende auch für fotografieren genützt, aber gruselig kalt ist es und Windsturm, und bei Wind keine Chance für Makros. Jetzt nütze ich die Zeit für Herbstgroßputzerei in der Wohnung aus.
Liebe Grüße

eva
Gast

Jaaa, Schwaben sind sparsam. Man sagt ja auch Schwaben sind eigentlich Schotten, die aus Schottland ausgewiesen wurden, weil sie noch sparsamer sind als die Schotten.

Schönes hast du im Garten.

Lieben Gruß Eva

Margit
Gast

Das ist doch mal ein toller Ausdruck …. „schwabian summer“ und ich finde, er braucht sich hinter dem Original nicht zu verstecken! Einfach toll, wie bunt alles ist. Ich liebe den Herbst!
Viele Grüße von Margit

Eveline
Gast

Wunderschöne Herbstimbressionen hast du in deinen Photos festgehalten. Ich liebe die letzten warmen Farben welche der Herbst hervorbringt.
Liebe Grüsse Eveline

Lis
Gast
Hallo Marion Jetzt musste ich erst mal schauen wo genau im Schwäbischen du wohnst! Ich wohne ja auch in Ba-Wü, allerdings ganz oben im Norden und bin schon eher eine Fränkin als eine Schwäbin! 🙂 Deine Fotos sind wieder einmalig schön und besonders gut gefällt mir die Schattenecke. Leider fühlen sich in solchen Beeten die Schnecken immer besonders wohl, doch deine Hostas sehen eigentlich ganz gut aus. Bei mir stehen zeitweise nur noch Gerippe rum, aber um diese Jahreszeit spielt das ja auch keine so große Rolle mehr. Der Garten begibt sich ja eh bald in den Winterschlaf, aber zuvor… Read more »
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