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Leben und altern in der Natur

Das morbide Hortensienblütenblatt im Team mit jungen Moosblüten

 

Das Leben – ein Kreislauf

Teile unserer Natur leben auf der Überholspur. Viele der schönen filigranen Wesen benötigen lediglich ein Jahr, um vom jugendlichen Grünspund zum gealterten Greis heranzureifen. Was vor einigen Monden noch in verschwenderischer Farbigkeit einen Strauch verschönerte und ihm zu Aufmerksamkeit im schattigen Garten verhalf, erscheint jetzt nur noch als ein fadenscheiniges Stück Blütenblatt, ganz am Ende im Kreislauf des Lebens. Etwas angefressen und zerbrechlich erscheinend, so kommt es daher. Es gesellt sich bewusst zur bunt belaubten, von Kraft strotzenden Konkurrenz und zieht eben durch diesen Kontrast doch wieder alle Blicke auf sich.

 

 

Negativ goes Positiv

Gerade durch seine zartgliedrige Andersartigkeit wird es zum Blickfang dieser kleinen Pflanzen-Szenerie. Es gewinnt durch seine scheinbaren Makel die Aufmerksamkeit der Beobachter. Hier ist das Ergebnis eines partiellen Zerfalls eine neue Art der Schönheit, welche erst in der richtigen Umgebung bestens zur Geltung kommt.

 

 

Mut ist im Leben gefragt

Ein leises Raunen und Flüstern ist zu vernehmen: “Na, das traut sich was ….! Sich mit dem jungen Gemüse, welches auf der Höhe der Fruchtbarkeit thront, zusammen zu tun.” Aber sind wir ehrlich, dann müssen wir sagen, hier ziehen sich Gegensätze tatsächlich an und geben gemeinsam ein wunderbares Ganzes ab. Manchmal ergänzen sich konträre Dinge so gut, dass sie nur aufgrund der Anwesenheit des anderen an Schönheit und Ausdruckskraft gewinnen.

 

 

Gemeinsam ist man stark

Das Blütenblatt ist ja aber auch nicht ganz alleine unterwegs. Es gibt noch mehrere, die dasselbe Schicksal ereilt hat. Zusammen ist man schließlich weniger allein und als Paar funktionieren die Beiden wirklich gut, finde ich!

 

 

Schirm, Charme und Melone?

Das Ende eines rasant gelebten Lebens und der Grundstock eines Neuen gemeinsam in einer Collage. Zusammen haben sie Schirm und Charme (die Melone jedoch fehlt). Jedes ist für sich eine bezaubernde Augenweide und hat einen zweiten Blick durchaus verdient. Hier spielt das Alter des Fotomodells wirklich überhaupt keine Rolle.

 

 

Das Alter wertschätzen

Das Alter wird nur dann als hässlich und unattraktiv empfunden, wenn wir es ohne Wertschätzung betrachten. In keiner Phase hat z. B. der Mensch mehr Lebenserfahrung, Weisheit und Wissen angesammelt, als im Alter. Vor allem die gesammelte Erfahrung im Leben ist es, die die Gesichter gereifter Menschen so wunderschön und zerbrechlich aussehen lässt. Wenn wir das Alter schätzen und mit Liebe zu betrachten lernen, werden wir uns vielleicht auch weniger davor fürchten. Die einzige und dazu noch sehr unattraktive Alternative ist ja doch nur der frühe Tod.

 

 

Jede Phase im Leben hat ihren Wert

Das Leben ist ein Prozess, in welchem sich jedes Lebewesen von jung zu reif entwickeln kann. Es gibt aus Sicht der Natur keinen Moment, in dem das Lebewesen mehr oder weniger wert ist. Am Anfang steht das Potenzial der Fortpflanzung und am Ende steht die Fähigkeit, Ressourcen zurückzugeben und die Erde zu nähren. Alles hat einen individuellen Wert, welcher von uns geschätzt werden sollte.

 

Seid euch wertvoll und habt eine gute Zeit

eure

 

MarionNette

 


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23 Kommentare auf "Leben und altern in der Natur"

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